{"id":47,"date":"2025-09-21T10:51:06","date_gmt":"2025-09-21T08:51:06","guid":{"rendered":"https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/?page_id=47"},"modified":"2026-01-25T11:54:31","modified_gmt":"2026-01-25T10:54:31","slug":"zeugnis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/","title":{"rendered":"Zeugnis"},"content":{"rendered":"\n<p>Mein Zeugnis zur Ehre Gottes<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Name ist Christian Irle,<\/p>\n\n\n\n<p>ich bin am 06.06.1975 in D\u00fcsseldorf\/Hilden geboren und m\u00f6chte heute mein Zeugnis vor meinen Glaubensgeschwistern in Jesus Christus ablegen und mich taufen lassen im Namen des Dreieinigen Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ich versuche mich kurz zu fassen, was mir nicht immer gut gelingt, habt also bitte Nachsicht mit mir.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"718\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/Taufe_klein-718x1024-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51\" style=\"width:261px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/Taufe_klein-718x1024-1.jpg 718w, https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/Taufe_klein-718x1024-1-210x300.jpg 210w, https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/Taufe_klein-718x1024-1-624x890.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 718px) 100vw, 718px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ich habe in den letzten Tagen in meiner t\u00e4glichen Bibel lese das Buch der Klagelieder gelesen und bin im dritten Kapitel auf einige Verse gesto\u00dfen, die mich an etwas erinnert haben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background:radial-gradient(rgb(238,238,238) 52%,rgb(169,184,195) 100%)\"><strong>Klagelieder 3 Vers 2: \u201eEr trieb mich in die Finsternis und lie\u00df mich ohne Licht gehen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background:radial-gradient(rgb(238,238,238) 52%,rgb(169,184,195) 100%)\"><strong>Vers 5: \u201eEr schloss mich ein (\u2026)\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background:radial-gradient(rgb(238,238,238) 52%,rgb(169,184,195) 100%)\"><strong>Vers 7: \u201eEr hat mich eingemauert, sodass ich nicht entkommen kann, in Ketten hat er mich gelegt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df es geht hier um den Propheten Jeremia, der Gott sein Leid klagt, aber lasst mich von mir erz\u00e4hlen:<\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme heute aus der JVA hier in Celle in diese Gemeinde um mich taufen zu lassen. Ich bin ein Schwerverbrecher und bin auch nur, bitte versteht das \u201enur\u201c nicht falsch, f\u00fcr eines meiner Kapitalverbrechen verurteilt worden. Es hat sicher nichts mit meiner Kindheit zu tun, dass ich im Gef\u00e4ngnis gelandet bin. Der Gott im Himmel hat mich als Kleinkind aus meiner leiblichen Familie genommen und mich im Alter von gut 3 Jahren in eine Familie eingepflanzt, eine Adoptivfamilie, die den lebendigen Gott kannten. Ich erinnere mich an zwei gl\u00e4ubige und dem Herrn dienende Omas, ich erinnere mich an eine Adoptivmutter, die, auch wenn sie oftmals nicht zu viel mit mir anfangen konnte, mich mit zum Kindergottesdienst in ihre Gemeinde in Kassel nahm. Wir wohnten damals im sch\u00f6nen Fuldatal Knickhagen. Ich erinnere mich an eine Cousine und ihren Ehemann, die, gelobt sei Gott, heute hier sitzen um diesen Jubeltag mit mir zu begehen. Die beiden haben sicherlich mehr als 30 Jahre f\u00fcr mich gebetet und manchen R\u00fcckschlag erlebt. Ich erinnere mich aber auch daran, dass ich von Gebeten, Bibel und christlicher Rockmusik nichts wissen wollte. Kindergottesdienst, Jungschar, Freizeiten, alles toll! Aber ich erinnere mich nicht, dass mir jemals bewusst gewesen w\u00e4re, dass ich einer Retter brauche, ich erinnere mich nicht, dass mich mein Gewissen der S\u00fcnde \u00fcberf\u00fchrt h\u00e4tte wenn ich etwas gestohlen hatte, etwas kaputt gemacht habe oder des Nachbarn H\u00fchner gequ\u00e4lt habe. Es hat mich einfach nur genervt, wenn irgendetwas davon aufgeflogen ist. Man k\u00f6nnte sagen, ich sein ein sicherlich nicht ganz einfaches Kind gewesen, auch keine einfacher Jugendlicher, wobei&#8230;unter der strengeren Regie der Pflegeeltern in deren H\u00e4nde mich mein Vater gab als ich etwa 11 Jahre alt war, weil er vielleicht dachte man k\u00f6nne mich da auf eine geradere Bahn bringen, gelang es mir eine recht solide schulische Ausbildung mit einem durchschnittlich schlechten Abitur abzuschlie\u00dfen, was mir die T\u00fcren auch f\u00fcr ein Studium er\u00f6ffnet h\u00e4tte. Ich entschied mich aber schon am Ende der Oberstufe nicht zu studieren, sondern den Beruf zu erlernen f\u00fcr den mein Herz entbrannt war: Krankenpfleger. Auch das schaffte ich ohne gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten. Ich schrieb vor wenigen Wochen einen Brief an die Gemeinde \u00c4ltesten dieser wunderbar einladenden Gemeinde, deren R\u00e4umlichkeiten wir heute nutzen d\u00fcrfen, und schrieb dabei von dem tiefen Gef\u00fchl entwurzelt zu sein. Dazu passt ganz gut eine Traumsequenz oder ein Traumbild, das ich einmal hatte: Da war ein Baum mit vielen \u00c4sten, einem massiven Stamm, aber ohne Bl\u00e4tter. Ich sah die Wurzeln und sie reichten nicht ins Wasser, da war gar kein Wasser. Ein Ast aber hatte frische gr\u00fcne, zarte feine Bl\u00e4tter. Er n\u00e4hrte sich von einem ganz feinen Nieselregen der eingesetzt hatte. Der Ast hatte etwas wie ein kleines Becken auf sich stehen, womit er den Nieselregen auffing. Diesen Nieselregen erkannte ich sofort als die Liebe Gottes zu mir. Dem Gef\u00fchl entwurzelt zu sein entgegnete ich mit dem Versuch viele \u201eFreunde\u201c zu haben, und ab dem j\u00fcngsten Alter versuchte ich auch die Aufmerksamkeit der M\u00e4dels und jungen Frauen auf mich zu ziehen, was mir aus heutiger Sicht leider zu gut gelang. Ich versuchte meine tiefe Einsamkeit in Alkohol und sexuellen Ausschweifungen zu ertr\u00e4nken. Feste Beziehungen gab es nur wenige, auch feste Freundschaften\u2026 nicht all zu viele\u2026 und sicher keinen Freund, der gewusst h\u00e4tte, wie es in mir aussah. Ich wusste ja zeitweise selber nicht wie es in mir aussah.<\/p>\n\n\n\n<p>Da war noch etwas anderes was auch mit zunehmenden Alter immer besser funktionierte. Eine hohe Bereitschaft vor Problemen wegzulaufen, im wahrsten Sinne des Wortes\u2026 das fing schon mit 3 \u00bd Jahren an als ich nicht mit meinem Vater zum Tennisplatz durfte weil ich es nicht geschafft hatte mir die Schuhe zu binden bis er fahren wollte und steigerte sich \u00fcber mal eine Nacht mit den Pflegegeschwistern in Bad Wildungen mit dem Fahrrad nach Kassel abzuhauen bis zu wochen- bzw. monatelangen Fl\u00fcchten aus der Realit\u00e4t des Alltags hinein in eine Wunschwelt, die aber auch nur so lange funktionierte wie das Geld reichte. Ich glaube die Tatsache, dass ich nicht f\u00fcr ein Leben auf der Stra\u00dfe gemacht bin hat mich immer wieder zur R\u00fcckkehr bewegt und ich sage ganz bewusst: Gott sei Dank. Ich wurde immer wieder aufgenommen, hatte nie gro\u00dfartige Konsequenzen weder bei Freunden noch bei den Arbeitgebern zu erleiden. Nach einer dieser Fl\u00fcchte landete ich in Hannover, weil ich in Marburg, wo ich vorher lange Jahre gewohnt und gearbeitet hatte einfach nicht mehr sein wollte, ich wollte mich auch den Personen dort nicht stellen, von Angesicht zu Angesicht. Hannover gab mir eine neue Arbeit, neue Freunde, ich ging auf einmal zum Fu\u00dfball ins Stadion was mich vorher nie sonderlich interessiert hatte\u2026 aber das war meine neue Identit\u00e4t um vor meinen neuen Bekannten und sogenannten Freunden anzukommen. Ich verstrickte mich immer mehr in den Kreislauf aus Alkohol, welchen ich aber doch schien relativ gut im Griff zu haben, und dem Versuch Frauen \u201eabzuschleppen\u201c (entschuldigt bitte, wenn ich es einfach mal so sage wie es ist, es gibt kein anderes Wort was es so treffend beschreiben k\u00f6nnte) wovon ich meinen n\u00e4heren Bekanntenkreis aber nie etwas sagte, denn das w\u00e4re mir unangenehm gewesen, wenn all meine Aff\u00e4ren und Eskapaden vor den Menschen mit denen ich mich umgab aufgeflogen werden, Gesichtsverlust.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auf den Mord den ich begangen habe nicht n\u00e4her eingehen, das w\u00fcrde hier zu weit f\u00fchren. Ich war 2017 aber an einem Tiefpunkt in meinem Leben angelangt wo ich mir selber nicht mehr gut war, ich mich selber nervte, weil ich merkte, das was ich tat, saufen und rumhuren, mich auslaugte, mich auffra\u00df und kaputt machte. Mir war alles egal, und ich hatte keinen Menschen dem ich mich anvertrauen konnte. Versteht mich nicht falsch, da w\u00e4ren Menschen gewesen, ich m\u00f6chte nur meinen lieben Freund Lukas erw\u00e4hnen, der sicherlich nur darauf gewartet hat, dass ich mich ihm mitteile. Nein, da war niemand vor dem ich mich getraut h\u00e4tte mich zu offenbaren. Das hat weniger mit Stolz zu tun, das war pure Angst meine Maske fallen lassen zu m\u00fcssen. Und so kam es dann dazu, dass ich auch f\u00fcr alle scheinbar aus dem Nichts, vor einem Mord nicht zur\u00fcckschreckte um\u2026 ja, um was eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mache einen kurzen Zeitsprung um die Zeit nicht \u00fcberzustrapazieren, die uns heute gegeben ist und um endlich auf meinen neuen besten Freund zu sprechen zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gef\u00e4ngnis kam ich erstaunlicherweise am anfangs recht gut zurecht, doch auch wenn ich wusste, dass der Mord den ich begangen habe ein geplanter war stiegen da Fragen in mir auf. Ich, der ich fr\u00fcher eher daf\u00fcr bekannt war f\u00fcr Ruhe und Frieden zu sorgen, der sich f\u00fcr andere einsetzte\u2026 ich war ein kaltbl\u00fctiger M\u00f6rder\u2026 Mir stellte sich die Frage (oder sagen wir mal besser: Mir wurde die Frage innerlich gestellt) WAS ist mit dir nicht richtig? Ich gr\u00fcbelte, verga\u00df, verdr\u00e4ngte, lief mit den Mitgefangenen in die Kirche, verstand nichts, versuchte Bibel zu lesen und fand es g\u00e4hnend langweilig, ich verstand nichts. Mir war aber klar, dass ich irgendetwas ver\u00e4ndern musste, ich wollte ein besserer Mensch werden. Heute schmunzle ich \u00fcber den Gedanken. Ich erinnerte mich, dass ich in der Jugend mal behauptet hatte ich sei Buddhist, weil ich irgendwelche Ideen dieser Glaubensrichtung recht ansprechend fand. Und weil ich im Gef\u00e4ngnis ja genug Zeit h\u00e4tte beschloss ich mich mit dem Buddhismus zu besch\u00e4ftigen. Ich besorgte mir B\u00fccher, hatte Gespr\u00e4chspartner, ich meditierte, macht Atem\u00fcbungen, rezitierte Mantras, meditierte noch ein wenig und machte weitere Atem\u00fcbungen, versenkte mich in Heil- und Tiefeinmeditationen. Oh ich habe in einem Jahr sicherlich 30 B\u00fccher \u00fcber den Buddhismus gelesen und hatte sogar das Gef\u00fchl dass eine h\u00f6here Macht mich f\u00fchren w\u00fcrde, womit ich auch nicht ganz Unrecht hatte. Ich sage heute, dass Gott, unser liebender Vater mich hat krumme Wege gehen lassen, damit es sich nachher um so pr\u00e4senter erweisen konnte. Er lie\u00df mich lesen \u00fcber Liebe, Langmut, Demut, F\u00fcrsorge, Aufopferungsbereitschaft, Toleranz, Freigiebigkeit usw. usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier m\u00f6chte ich nochmals auf den 2. Vers der Klagelieder zur\u00fcckkommen: <strong>\u201eEr trieb mich in die Finsternis, lie\u00df mich ohne Licht gehen\u2026\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages zeigte ER, Gott, mir dann, als ich krampfhaft versucht e mich in einer Meditation in einem Brunnen zu versenken, dass hinter dem Nichts, das ich suchte doch noch etwas steckte, ja zu dem Zeitpunkt \u201eetwas\u201c denn da war ein Licht unten an dem Boden des Brunnens. Er lie\u00df mich ohne Licht gehen und zeigte mir ganz unten ein, sein Licht, es schimmerte nur\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das war der Tag an dem ich aufh\u00f6rte zu meditieren und buddhistische B\u00fccher zu lesen, das war der Tag aber der, an dem ich aus der evangelischen Landeskirche ausgetreten bin, mit der ich sowieso nichts anfangen konnte. Es dauerte noch Monate, es dauerte noch Verwirrungen und leere Stunden bis Jesus Christus in mein Leben kam, aber ich besch\u00e4ftigte mich jetzt wenigstens schon mal mit ihm. Ich las von verschiedenen Mystikern \u00fcber das Kreuz von Golgatha, und verstand nichts, ich las \u00fcber irgendwelche Herzens r\u00e4ume und Liebest\u00fcrme, und ich verstand nichts. Dann im August 2020 durfte ich K\u00fcster in der Kirche der JVA werden, es war Corona, es war nichts los in der Kirche, aber ich durfte viel Zeit alleine in der Kirche und den R\u00e4umlichkeiten verbringen. Es kam zu einer Situation mit einem Mitgefangenen an meinem eigentlichen Arbeitsplatz der K\u00fcche in der ich laut wurde und dann k\u00f6rperlich angegriffen wurde, die Sicherheit kam und f\u00fchrte uns auf die Haftr\u00e4ume und dort musste ich 2 \u00bd Tage bleiben bis man entschied, dass ich nicht zu disziplinieren sei, sondern der Andere. Aber diese Situation hat f\u00fcr mich ausgereicht um in tiefste Depression zu verfallen, ich war richtig weit unten, f\u00fchlte mich von allen Menschen missverstanden, abgelehnt und gehasst. Das war das erste mal in meinem Leben, dass ich \u00fcber einen Selbstmord nachdachte, man bedenke ich war gerade freigesprochen worden. <strong>\u201eEr schloss mich ein\u2026\u201c (Kl 3,5)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte mir angew\u00f6hnt Sonntags wenn ich alleine morgens schon in der Kirche sein durfte um Kuchen zu backen und den Gottesdienst vorzubereiten, mir auch den Fernsehgottesdienst im ARD oder ZDF anzuschauen. So tat ich es auch vier Tage nach dem Vorfall in der K\u00fcche am 08.11.2020. Meine Gedanken waren immer noch nicht g\u00e4nzlich beruhigt, eigentlich gar nicht, aber gute Miene zum b\u00f6sen Spiel, das konnte ich! Du da stand nun in einer Kirche irgendwo bei Mainz ein b\u00e4rtiger Mann, ein Kapuzinerm\u00f6nch namens Paulus Christen, in einem schlichten Gewand und barfu\u00df in Birkenstocksandalen, l\u00e4chelte und l\u00e4chelte und hatte solch ein Strahlen an sich. Dann predigte er von den Talenten, die die Menschen denen sie gegeben wurden einsetzten um sie zu vermehren. Er sprach von der Witwe am Opferstock, die alles einlegte was sie besa\u00df und daf\u00fcr von Jesus ger\u00fchmt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background:linear-gradient(135deg,rgb(238,238,238) 42%,rgb(169,184,195) 100%)\"><strong>Und in einem Moment begriff ich: Ich bin so wie ich bin v\u00f6llig in Ordnung, ich bin so wie ich bin von Gott gewollt. Ich hatte auch Talente, vielleicht andere und nicht so ausgepr\u00e4gt wie andere Menschen um mich herum aber das hat wohl vor Gott nichts zu sagen, er will nur sehen wie wir mit dem umgehen was er uns in unser irdisches Leben mitgegeben hat. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fchlte mich von einem Moment auf den anderen angenommen, ich sp\u00fcrte Freiheit in mir aufsteigen die aus diesem Verstehen resultierte. In der kommenden Nacht hatte ich zwei Tr\u00e4ume. Der eine Traum war der vom Baum, den ich schon erw\u00e4hnte. Der andere war eher ein Bild, es waren nur Zahlen und Buchstaben, aber ich wusste sofort, dass ich diese Zahlen-Buchstabenkombination in der Bibel finden w\u00fcrde. Da stand vor meinen Augen: 1. Kor. 11, 1, so wie man es als Zitatsangabe schreiben w\u00fcrde. Ich schlug gleich am n\u00e4chsten Tag, als ich wieder in der Kirche war eine Bibel auf, denn auf dem dem Haftraum hatte ich zu der Zeit noch keine Bibel und las, dass da ein Mann namens Paulus, schon wieder ein Paulus, zu mir sagte: \u201eFolge mir nach, wie ich Jesus Christus nachfolge\u201c (Einheits\u00fcbersetzung). Das war f\u00fcr mich das Startsignal, jetzt dachte ich wei\u00df ich was ich zu tun hab\u2026 aber was eigentlich. Und so fing ich an t\u00e4glich in der Bibel zu lesen, so wie es jeder Neuling oder Neugierige immer empfohlen bekommt. Ich fing an mit dem Korintherbrief im Neuen Testament, die las ich auch und ein Buch namens Offenbarung des Johannes\u2026 auch noch, eben ganz so wie alle Neulinge, die sich f\u00fcr den Glauben an Jesus interessieren. Das Komische war\u2026 ich verstand alles! Was war da mit mir geschehen, dass ich auf einmal Bibel lesen konnte und den Inhalt verstand?<\/p>\n\n\n\n<p>Gott meint es mit uns der der JVA Celle wirklich gut! Denn wir haben die M\u00f6glichkeit auch christliche Radiosender zu empfangen. Da ich nach den Erlebnissen in der Kirche und in den Tr\u00e4umen gar keine Lust mehr auf Fernsehen hatte, h\u00f6rte ich fortan fast ausschlie\u00dflich Heukelbach Bibelradio und Radio HCJB, manchmal auch Radio Gloria, den katholischen Sender. Eines Abends h\u00f6rte ich wieder einen evangelistischen Vortrag auf HBR von einem Mann von der \u201eBruderhand\u201c-Vereinigung, Michael Putzi. Er berichtete \u00fcber sein verkorkstes Leben und wie er zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Er berichtete etwas von Bu\u00dfe tun und sein Leben bewusst in die Hand des Heilands zu legen. DAS wollte ich auch und auch wenn ich schon wusste, dass Jesus alle meine S\u00fcnden kannte, betete ich, und da ich ein sehr plastischer Mensch bin, legte ich ihm mein Herz auf seinen Altar und sagte meinem neuen Herrn, dass ER nun mein Herz habe und das Beste bitte daraus machen m\u00f6ge.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zwischenzeit, den letzten drei Monaten zuvor hatte unser himmlischer Vater aber schon Weiteres vorbereitet, er setzte mir einen gl\u00e4ubigen Bruder in die Nachbarzelle, den ich aber erst sp\u00e4ter so richtig wahr nahm, n\u00e4mlich als es die richtige Zeit daf\u00fcr war. Der versorgte mich mit Lekt\u00fcren und einem Bibelleseplan und betete ab und zu mit mir. Nach und nach bemerkte ich, wie tief ich eigentlich gefallen war, alles was sich so ganz unbemerkt an okkultem, antichristlichem, \u201eg\u00f6tzendienstlerischem\u201c in mein Leben eingeschlichen hatte, und ich als v\u00f6llig normal empfunden hatte, t\u00fcrmte sich vor mir auf und ich habe wirklich Stunden und Tage und Wochen, nach und nach, im Gebet verbracht um Gott meine S\u00fcnden zu beichten und auch heute, nach fast f\u00fcnf Jahren finde ich immer wieder Dinge aus meinem alten Leben, die ich vor Gott bringen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann man eigentlich merken, ob der Heilige Geist in einem wirkt? Am Besten nat\u00fcrlich \u2013 die Mitmenschen sehen es. Ich m\u00f6chte aber noch von einem Nachmittag in den R\u00e4umlichkeiten der JVA-Kirche berichten, dem Nachmittag am 12.02.2021, wo ich das erste Mal erkennen durfte was es bedeutet wenn der Heilige Geist des allm\u00e4chtigen Gottes in seinem Tempel wirkt und was es hei\u00dft ganz real, wenn Paulus schreibt: <strong>\u201eIch lebe, doch nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir\u201c <\/strong>Galater 2 Vers 20<\/p>\n\n\n\n<p>Ich las im Matth\u00e4usevangelium, ich wei\u00df nicht mehr ob das 9. oder den Anfang des 10. Kapitels als es mir so war als w\u00fcrde mir jemand meinen Kopf zu der anderen Seite drehen damit ich dort lese. Meine Augen vielen auf die Worte, die in meiner Luther-21-Bibel rot als Jesusworte gekennzeichnet sind:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background:radial-gradient(rgb(238,238,238) 49%,rgb(169,184,195) 100%)\"> <strong>\u201eSei getrost mein Sohn, deine S\u00fcnden sind dir vergeben.\u201c <\/strong>(Matth\u00e4us 9 Vers 2) WOW! <\/p>\n\n\n\n<p>Meine S\u00fcnden sind mir vergeben. HALLELUJAH! Gepriesen sei der Herr! Seit dem Tag prangt ein gro\u00dfes Herz um den Bibelvers in der Bibel. So spricht Gott in unsere Leben? Ach was soll ich sagen, ich kann ja nur berichten, von dem was ich mit Gott, mit meinem Herrn Jesus erlebe, mit seinem Heiligen Geist, geborgen in der v\u00e4terlichen Hand\u2026 ich habe gemerkt, merke es fast t\u00e4glich, dass der Weg mit Jesus nicht immer ein Zuckerschlecken ist, ganz ehrlich gesagt war mein Leben vor Jesus sehr viel einfacher. Ja, der Satan versucht was er kann um die L\u00e4mmer des Hirten zu verwirren, aber ich bin froh, dass ich zu Jesus gefunden habe, dass mich auch die heftigsten Anfeindungen im Irdischen und Geistlichen nicht von der Liebe meines Gottes trennen k\u00f6nnen und deswegen stellt sich f\u00fcr mich gar nicht, fast gar nie, die Frage ob ich Jesus f\u00fcr immer haben will. Ja, ich will, und das will ich Euch hier heute verk\u00fcnden und der Engelwelt und nat\u00fcrlich unserem Herrn Jesus Christus selber:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Der Herr ist mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Zufluchtsort, auf den ich vertraue, mein Schuld und Horn meinem Heils und mein Schutz (Psalm 18 Vers 3)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich danke Gott, dass er mich, frei nach Klagelieder 3 Vers7, eingemauert hat, sodass ich ihm nicht mehr entkommen konnte, und dass er mich in Ketten gelegt hat, welche allerdings heute, gelobt sei der Herr, das erste Mal in der \u00d6ffentlichkeit abgefallen sind!<\/p>\n\n\n\n<p>Als letztes noch die Verse 21-23 des gleichen Kapitels aus den Klagelieder, wo Jeremia seine Hoffnung in all seinem Leid eben auch auf den wunderbaren Gott setzt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color has-background has-link-color has-medium-font-size wp-elements-00800377e7ddd08a279493b0acff69ab\" style=\"background:linear-gradient(135deg,rgb(238,238,238) 49%,rgb(169,184,195) 100%)\">\u201e<strong>Dennoch will ich dies zu Herzen nehmen, das will ich hoffen: Die Gnade des Herrn nimmt kein Ende! Sein Erbarmen h\u00f6rt nie auf, jeden Morgen ist sie neu. Gro\u00df ist seine Treue!<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gefangen.lion-of-judah.net\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/ai-generated-8762261_1280-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47\" style=\"width:351px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wenn du mit Christian in Kontakt treten willst ist dies nur postalisch m\u00f6glich.<br>Bitte setze dich wegen der Adresse mit uns in Verbindung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Zeugnis zur Ehre Gottes Mein Name ist Christian Irle, ich bin am 06.06.1975 in D\u00fcsseldorf\/Hilden geboren und m\u00f6chte heute mein Zeugnis vor meinen Glaubensgeschwistern in Jesus Christus ablegen und mich taufen lassen im Namen des Dreieinigen Gottes, Vater, Sohn und Heiliger Geist. 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