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Aber allen, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht Gottes Kinder zu werden […] (Johannes 1, 12)

Ein Freund der Nahe ist

1.
Manchmal saß ich hier und fühlte mich
irgendwie gut
Aber manchmal fehlte auch etwas und ich
fühlte mein Herz weinen.
Dann wünschte ich, dass ich ein wenig
offener für andere wäre
Dann konnte ich sehen, dass ich auch einen Freund zum Reden brauchte.

Refrain
Ich frage noch immer Ich singe noch immer
Ich träume noch immer
Ich hoffe noch immer
Ich frage noch immer – nach jemandes Ohr Ich singe immer noch – Lieder, die du
hören kannst
Ich träume noch immer nach jemandem
ohne Angst
Ich hoffe noch immer – nach einem Freund, der nahe ist.

2.
Manchmal betete ich zu irgendwem, dass ich doch bitte hätte
Die innere Power aufrecht zustehen und jede Situation bewältigen zu können. Dann bemerkte ich, dass ich jemand
Gutes“ an meiner Seite brauchte,
Dem ich blind vertrauen könnte und der keine Angst vor mir hätte.

3.
Heute weiß ich, was auch immer sein wird, da ist ein Gott, der ist ein Freund: Der sich nicht kümmert wer oder was ich bin, der immer an meiner Seite steht. Der immer meine Lieder hören will, der immer auf meine Bedürfnisse schaut. Der keine Angst hat mir nahe zu sein: Danke Herr Jesus, dass DU da bist!

A friend who’s near

1.
Sometimes I was sitting here, feeling
somehow good
But sometimes also something was
missing, and I felt my heart cry.
Than I wished that I would be a little bit more open minded
Than I could see that I also needed a friend to talk!

Refrain
I’m still asking
I’m still singing I’m still dreaming
I’m still hoping
I’m still asking – asking for someone’s ear I’m still singing – singing songs that you can hear
I’m still dreaming – dreaming for someone without fear
I’m still hoping – hoping for a true friend near!

2.
Sometimes I was praying to some one that
I could have
The eternal power to stand upright and stand every situation!
Than I noticed that I need some one good by my side
Whom I could blindly trust and who would not fear me!

3.
Today I know, whatever will be, there is a
God who is a friend:
Who does not care who or what I am, who
always want to stay by my side.
Who always wants to hear my songs,
who’s always listening to my needs
Who has no fear to be close to me, thank
you Lord Jesus that YOU are here!

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Dieses Lied entstand 2019, noch einige Monate bevor ich zu Jesus Christus gefunden habe. Es war der Versuch mich damit
auseinanderzusetzen, was die Menschen mit denen ich mein Leben verbracht habe und mit denen ich eventuell einmal einen Teil meines Lebens verbringen würde, von mir denken. Was tun wir nicht alles um Anerkennung zu erlangen? Tattoos, weil sie cool sind, weil man die Augen der Leute um sich herum einfangen kann. Helle blaue Augen mit denen man den Frauen den Kopf verdrehen kann. Zotige oder übertriebene Darstellungen von Situationen aus dem Leben um gesprächig zu wirken, wissend, dass ich im Normalfall gar nicht so redselig bin; nur wenn ich etwas getrunken hatte. Und dann in all diesem der Bruch. Der Mord, der nun gefühlt alleinige Präsenz hat im Leben. Ich hatte das Gefühl, dass bei allem was ich in meinem Leben falsch gemacht habe, bei allem wo ich neben der gesellschaftlichen Norm gelaufen bin, jetzt nur noch der Mord zählte, alles andere verblasste. Und die Fragen die sich mir gestellt haben:
Bin ich eigentlich nicht mehr als das was du auf dem ersten Blick an mir siehst? Bin ich es nicht wert, trotz allem nicht auf den ersten Blick verurteilt zu werden? Bin ich nicht mehr als eine Oberfläche? Und dann die damals wie heute ernst gemeinte Einladung es herauszufinden! Menschen haben mich angeklagt, mit Worten, weil ich nicht so gehandelt habe wie sie es von mir erwartet hätten: Dein Vater ist gerade gestorben, Deine Mutter… wie kannst du denn bitte jetzt SO agieren. Ein in Worte gefasstes Naserümpfen? Was wussten die Menschen über mein Verhältnis zu meinem Vater, zu meiner Mutter die ich beerdigen musste? Was wussten die Menschen über die Gefühle, meine, ihre…? Im Bewusstsein darüber, dass ich mich oft nicht gut meinen Eltern gegenüber verhalten habe stellte ich trotzdem diese Frage. Mit den Beziehungen geht es weiter. Ich schreibe in einem anderen Text, dass ich ein Leere, ein Loch in meinem Herzen spüre, eine tiefe Sehnsucht nach einer innigen Beziehung,
nach Kindern, nach Ehe. Welche der Frauen mit denen ich „länger“ zusammen war kannte aber mein Herz? Warum war ich unfähig mich zu öffnen? Warum war ich unfähig mich gehen zu lassen? Auch heute ist davon nicht alles geklärt, aber immerhin habe ich mittlerweile eine bessere Sicht. Ich habe viele Frauen verletzt, soviel ist klar. In vielen Fällen aber nur aus der Unfähigkeit heraus meine Bedürfnisse in Gefühle und Taten umzusetzen.
Vorwürfe von einer Person, eine Person die nach einem Suizidversuch, weil ich sie verlassen hatte mir vorgeworfen hat, und auch nach dem Mord bei der Polizei aussagte ich würde nur etwas geben von meinem Besitz oder auch etwas von mir preisgeben, wenn ich mir ausrechne dafür etwas zu erhalten. In welcher Form auch immer. Es wird schon etwas Wahres dran sein, sonst hätte es mich sicher nicht so getroffen. Sicher war oft ein Haschen nach Anerkennung in meinen „Gaben“, aber oft auch einfach nur Freude am Geben, wenn ich mal etwas mehr hatte als andere Menschen, was auch nicht so oft der Fall war. Alles in Allem hätte man zu der Ansicht kommen können ich sei ein oberflächlicher Mensch und ich stimme in einigen Bereichen meines Lebens zu, aber dennoch, ein offenes Ohr habe ich immer gehabt. Auch wenn ich meist selber nicht in der Lage war meine Bedürfnisse zu äußern oder von meinen Schattenseiten zu erzählen bin ich ein guter Zuhörer und oft kommt es mehr auf das Zuhören als auf Antworten an. Ich habe dieses Lied 2019 vertont und gerne gesungen, melancholisch, langsam, behäbig um mich vielleicht auch ein wenig darin zu suhlen, in meinem Missverstanden-Sein. Ich legte das Lied aber nachdem ich zum Glauben an Jesus Christus kam lange Zeit beiseite, weil es mir zu wehleidig war, weil es zu sehr um mich ging. Ich dachte mir, dass ich mich doch viel mehr um das Leid anderer kümmern sollte als mich selber zu beweinen. Mich und mein recht verkorkstes Leben. Aber die Fragen bleiben ja: Bin ich nicht mehr? Bin ich nicht wert? Und dann fiel mir eines Tages im Frühjahr 2024 auf, dass es eine Antwort auf all diese Fragen gibt und ich die Antwort doch schon einige Jahre kannte: Zu dem Zeitpunkt als ich Jesus Christus angenommen habe als meinen persönlichen Erlöser, den, der für meine Sünden gestorben

ist, und zwar für ALLE meine Sünden, durfte ich doch wissen, dass ich ein geliebtes Kind des himmlischen Vaters geworden bin. Gott weiß um alle meine Vergehen, Gott kennt mich in- und auswendig. Gott kennt all meine Bedürfnisse, meine inneren Sehnsüchte, mein Herz. Und dieser Gott hat gesagt: „Ich liebe dich so wie du bist mein Kind!“ WOW! Da werden die Fragen die ich an die Welt zu stellen habe ganz klein. Da werden meine Missetaten vor der Welt nicht kleiner, aber vor dem der am Ende alles richten wird, dem der gesagt hat, dass er meine Sünden schneeweiß machen will (Jesaja 1,18) werden sie vergolten. Es ist einfach gut zu wissen, es erfüllt mit Frieden zu erkennen, dass Gott einen Sünder, der bereit ist von seinen Missetaten umzukehren, aufnimmt und ihm seine Schuld nicht mehr zurechnet, was auch immer geschehen sein mag. Natürlich möchte er, dass ich mich verändere, denn so wie ich war kann ich nicht bleiben; aber auch das hat der himmlische Vater in seine Hand genommen, seinen Heiligen Geist gesendet um mich zu lehren und sein Sohn, Jesus Christus tritt für mich ein im Gebet. Welch eine himmlische Perspektive auf ein bisher ziemlich durchwachsenes Leben!

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